Was wird aus unserem Kirchenkreis?

Im Jahr 1998 wurde aus den beiden kleinen südbrandenburger Kirchenkreisen Senftenberg und Spremberg ein größerer gemeinsamer: Senftenberg-Spremberg. Der mehr oder weniger kontinuierliche Rückgang der Gemeindegliederzahlen in unserem Kirchenkreis hat das Konsistorium veranlasst, auf eine erneute Strukturänderung hinzuarbeiten.

11.August2019

Im Jahr 1998 wurde aus den beiden kleinen südbrandenburger Kirchenkreisen Senftenberg und Spremberg ein größerer gemeinsamer: Senftenberg-Spremberg. Der mehr oder weniger kontinuierliche Rückgang
der Gemeindegliederzahlen in unserem Kirchenkreis hat das Konsistorium veranlasst, auf eine erneute Strukturänderung hinzuarbeiten. Dabei standen im wesentlichen drei Varianten zur Diskussion, bei denen jeweils die bisherigen drei Kirchenkreise Cottbus (CB), Niederlausitz (NL) und Senftenberg-Spremberg (SFB/SPB) involviert sein sollten:

1.die Bildung eines großen Kirchenkreises CB, SFB/SPB, NL
2.eine Fusion unseres gesamten Kirchenkreises SFB/SPB mit dem Kirchenkreis CB
3.die Aufteilung unseres Kirchenkreises SFB/SPB und Zusammenschluss des Altkreises SFB mit NL sowie des Altkreises SPB mit CB

Alle diese Varianten haben Vor- und Nachteile. In einer Kommission und vielen Gesprächsrunden mit den beteiligten Gemeindekirchenräten und Kirchenkreisen sowie dem Konsistorium haben die drei Kreissynoden sich schließlich für die dritte Variante entschieden.

Was ändert sich dadurch für uns als Gemeinde? Genaugenommen erstmal gar nicht so viel. Die für uns zuständige Superintendentur hat ihren Sitz dann nicht mehr in Drebkau, sondern in Lübben. Die Amtszeit unseres Superintendenten Michael Moogk endet im Herbst, er wird dann aus seinem Amt entpflichtet. Dazu sind alle Gemeinden am 27.10. um 14:00 Uhr in die Spremberger Kreuzkirche eingeladen. Unser „neuer“ Superintendent heißt dann Thomas Köhler. Seine Amtszeit endet 2020. Im September 2020 wird dann ein neuer Superintendent gewählt werden.
Im Zuge der Umstrukturierung werden die Kirchengemeinden Lautawerk und Lauta-Dorf (mit Leippe-Torno) mit in den Kirchenkreis Schlesische Oberlausitz übernommen – wegen der Bundeslandzugehörigkeit ist das durchaus naheliegend.

An den Anstellungen der Mitarbeiter ändert sich auch kaum etwas: Frau Schulze, Frau Bergmann, Herr Heinemann, Frau Michler und Herr Schwarz sind weiterhin beim Kirchenkreis angestellt. Die bisher bei unserer Superintendentur angestellten Frauen und Männer werden in die neuen Kirchenkreise übernommen. Die bisherige Sekretärin des Superintendenten, Frau Heinrich, wird als Sekretärin für die Region der Pfarrsprengel Senftenberg, Brieske, Altdöbern, Großräschen und Klettwitz zuständig sein.

Einiges ändert sich an den Finanzen und Haushalten. Dies hat vor allem Gründe in verschiedenen Regelungen in den einzelnen Kirchenkreisen sowie kreisabhängigen Regelungen beim Konsistorium. Was heißt das aber für uns als Gemeinde? Kurz gesagt: es wird manches etwas anders, aber es wird prinzipiell nicht schlechter. Die vielen Details sind in einer ausführlichen „Strukturanpassungs- und Erprobungsverordnung“ (STREP) erarbeitet und von allen Kirchenkreisen bereits genehmigt worden; die Genehmigung durch das Konsistorium wird im Juni erwartet. In dieser STREP ist u.a. geregelt, wie mit Altschulden bzw. angesparten Rücklagen, bereits zugesagten Zuschüssen vom „alten“ Kirchenkreis, Mitarbeiterstellen und diversen rechtlichen Fragen zu verfahren ist. Alles in allem sind dabei – aus Sicht des Gemeindekirchenrates – gute Kompromisse mit Augenmaß und tragfähige Konzepte herausgekommen.

Im November wird die letzte Kreissynode unseres Kirchenkreises stattfinden; im Frühjahr dann die erste im neuen Kirchenkreis.
Künftig zum „Kirchenkreis Niederlausitz“ zu gehören, klingt doch für unsere Senftenberger Gegend eigentlich gar nicht so schlecht, oder?

11. August 2019
Arwed Reichel
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Arwed Reichel

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