Reparaturen an der Orgel umfangreicher als gedacht

Beim kompletten Auseinanderbau der Orgel stellten sich viel größere Schäden heraus als anfänglich vermutet und entdeckt wurden.

4.November2019

Beim kompletten Auseinanderbau des Kircheninstrumentes stellten sich viel größere Schäden heraus als anfänglich vermutet und entdeckt wurden. Die Mehrkosten hat nun die Kirchengemeinde nach einem Nachtragsangebot der Orgelbaufirma zusätzlich aufzubringen, es sei denn, es finden sich nochmals Orgelfreunde, die helfen wollen.

Nach einem Sachverständigengespräch vor Ort wird die Reparatur des großen Kircheninstrumentes in der Senftenberger Peter-Paul-Kirche fortgesetzt. Orgelfachmann Albrecht Bönisch, Orgelbaumeister Dirk Eule, Pfarrer Manfred Schwarz, Musikschuldirektor Ulrich Stein und Kirchenmitarbeiter ließen sich den gegenwärtigen Stand der Reparaturen erklären und machten sich selbst ein Bild an der zerlegten Orgel. Dabei stellte sich heraus, dass nicht nur die extreme Trockenheit im vergangenen Jahr große Schäden verursacht hatte. Die aufgegangenen Leimfugen und vielzählige andere Dinge aus 59 Jahren Orgelleben wurden gefunden und sind zu reparieren. Auch ungeeignete Materialien, die anders nach dem Krieg nicht zu beschaffen waren, gebrochene Alu-Gussteile oder durch Umwelteinflüsse schnell gealterte Lederdichtungen sind zu erneuern. Viel Staub und Schmutz der Jahre hinterließen außerdem ihre Spuren.

Neue Materialien wie Filzdichtungen statt Leder über den Löchern für die mehr als 2000 Orgelpfeifen werden dafür sorgen, dass die Luft jetzt nicht mehr an falscher Stelle entweichen kann. Nach dem kompletten Neubau des Windhauptkanals verhindern jetzt Filter vor dem luftsaugenden Motor weiteren Mottenfraß an Dichtungsstellen und Ungeziefer jeglicher Art in der Orgel.

Holz, das sich nach Meinung der Fachleute immer noch als bestes Orgelbaumaterial bewährt hat, ist natürlich auch anfällig. "Große Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen sind leider Gift für das Holz", erklärt Orgelbauer Friedemann Birke. Um Schäden in Zukunft zu verhindern, wurde von den Experten dringend ein geeichtes Befeuchtungsgerät empfohlen, das extreme Lufttrockenheit sofort und zuverlässig anzeigt und bekämpft.

„Das schlimmste für eine Orgel ist, wenn sie nicht gespielt wird.“ Deshalb ist die Freude groß über die vorläufige Zusage, dass am 1.Advent dieses Jahres auch die kleinen und im Frühjahr 2020 die großen Orgelkonzerte wieder beginnen können.

Ihre Spende wird also weiterhin dringend gebraucht ( >> Spendenkonto)!

4. November 2019
Gabriele Philipp
362 Wörter
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